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05.03.2018 10:51

Sonderausstellung

Landmaschinenbau in Ostdeutschland gestern & heute

Foto: Förderverein Agrarmuseum Wandlitz e. V./Agentur Public

Unsere neue Sonderausstellung „Landmaschinenbau in Ostdeutschland gestern & heute“ befasst sich mit der  Geschichte der Agrartechnikszene im Osten Deutschlands zwischen 1946 und 1989 und spannt gleichzeitig einen Bogen in Gegenwart und Zukunft. Modelle von Traktoren, Mähdreschern, Schwadmähern, Häckslern und anderen Geräten, interessante Bild- und Textinformationen sowie Zeitzeugen-Interviews widerspiegeln mehr als sieben Jahrzehnte landtechnischer Produktion.

Zum agrarisch geprägten Osten Deutschlands gehörten bis 1945 viele überwiegend kleine Landmaschinenfirmen. Kriegsfolgen, Bodenreform und die Bildung der Maschinen-Ausleih-Stationen (MAS) ließen den Bedarf nach Landtechnik rasch ansteigen. Aber schon mit der „sozialistischen Umgestaltung“ der Landwirtschaft änderten sich die Anforderungen. Die neue Agrarstruktur verlangte nach leistungsfähigen Maschinen und vollständigen Mechanisierungssystemen. Da war bisweilen sogar das riesige Kombinat „Fortschritt“ Landmaschinen überfordert. Wie gelang es dennoch, dass sich die Landwirtschaft in der DDR zu einem der stabileren Wirtschaftszweige entwickelte?

Nach 1989 schließlich war der Übergang zu marktwirtschaftlichen Verhältnissen mit einem Umbruch und Strukturwandel in der Landtechnikherstellung verbunden. Was ist aus den Fortschritt-Betrieben geworden? Welche Landmaschinenproduzenten bestehen noch, welche Betriebe sind neu entstanden? Wie haben sich Produktion und Produkte verändert? – Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung. Sie ist ein Projekt des Fördervereins Agrarmuseum Wandlitz e.V., gefördert vom Landkreis Barnim und der Gemeinde Wandlitz in Kooperation mit der BauernZeitung.

Die Ausstellung wird bis zum 7. Oktober 2018 zu sehen sein. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 17. März 2018 um 14 Uhr statt. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Das Haus in der Wünsdorfer Schulstraße 15 hat jeweils samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Anmeldung unter (033702) 66900 können gern auch andere Zeiten an anderen Wochentagen vereinbart werden.

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