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30.04.2015 09:51

Sonderausstellung

"Taubenhäuser im Landkreis Teltow-Fläming"

In der Mark Brandenburg gehörte die Taubenhaltung bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu fast jedem Bauernhof. Dafür wurden oft eindrucksvolle, dorfbildprägende Taubenhäuser in der Mitte des Hofes errichtet. Diese sind zwar weitestgehend verschwunden oder in Vergessenheit geraten, aber die verbliebenen Taubenhäuser und -türme dokumentieren als kulturhistorische Elemente die ländliche Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte in früherer Zeit.

Auf größeren Höfen konnten Taubenhäuser oder -türme freistehend errichtet werden. Die bessere Erreichbarkeit für die Tauben, aber auch Prestigegründe der größeren Bauern, führten zu dieser Entwicklung. So entstanden immer prächtigere Bauten.

Ihr Standort inmitten der Bauernhöfe führte jedoch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei vielen zum Abriss, weil sie ihre Funktion verloren hatten und den modernen landwirtschaftlichen Maschinen im Wege standen. Die etwa 60 heute noch erhaltenen Taubenhäuser im Landkreis Teltow-Fläming finden sich vor allem im nördlichen und südwestlichen Bereich. Im Nordteil des Landkreises konzentrieren sie sich auf wenige Orte, während im Südwesten zahlreiche Orte Taubenhäuser besitzen. Insgesamt zeigen sie in ihrer Architektur eine beachtliche Variationsbreite. Einige von ihnen stehen unter Denkmalschutz, viele von ihnen sind sanierungsbedürftig und kaum eines wird noch zur Taubenhaltung genutzt.

Das Museum des Teltow in Wünsdorf lädt am Samstag, dem 9. Mai 2015 um 14 Uhr zur Eröffnung der Sonderausstellung „Taubenhäuser im Landkreis Teltow-Fläming“ mit Fotos und Texten von Carsten und Hiltrud Preuß ein.

Das Haus in der Wünsdorfer Schulstraße 15 hat jeweils samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Anmeldung unter (033702) 66900 können gern auch andere Zeiten an anderen Wochentagen vereinbart werden. Die Ausstellung wird dort bis zum 30. August 2015 zu sehen sein.

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